Auto privat verkaufen – 5 Tipps

Hey.car – neue Gebrauchtwagenbörse als Alternative zu mobile.de und Autoscout24
Auto selber reparieren mit Do-it-yourself Büchern?

Wer sein Auto privat verkaufen möchte, kann dies dank des digitalen Zeitalters sehr schnell und mit geringem Aufwand tun. Mit den folgenden 5 Tipps erhöhen Sie Ihre Verkaufschancen.

1. Auto reinigen

Bevor Sie Fotos machen, sollte das Auto mindestens gründlich gewaschen und ausgesaugt werden. Ein ungepflegt aussehendes Auto verkauft sich einfach schlecht.

Bei Autos, die gepflegt sind reicht oft die normale Standard-Wäsche an der Tankstelle plus Aussaugen. Falls Ihr Auto jedoch besonders ungepflegt ist, empfiehlt eine Aufbereitung vor dem Verkauf. Diese lässt man professionell machen, oder macht es selber, sofern man Lust dazu hat und das Geld für den Aufbereiter sparen will.

Oft reicht eine Autowäsche in der Waschanlage nicht aus, um die Felgen 100% vom Bremsstaub zu befreien. Hier kann man mit einem speziellen Felgenreiniger arbeiten.

Um alt aussehende, bräunliche Reifen wie neu aussehen zu lassen reicht es, alle Reifen gründlich mit Reifenschaum einzusprühen. 10 Minuten einwirken lassen, fertig.

Flecken auf Polstern und Armaturen im Innenraum lassen sich sehr gut mit Aktivschaum-Reiniger entfernen.

Ob sich eine Politur von Hand lohnt, wenn man das Auto verkaufen will, ist Ansichtssache. Fakt ist jedoch, dass man in gut 1,5 Stunden ein Fahrzeug mit leicht verwittertem Lack von Hand polieren und wieder zum Glänzen bringen kann.

Hier habe ich einige der Mittel, die ich aus eigener Erfahrung im Autohaus empfehlen kann, aufgelistet:

2. Ansprechende Fotos

Photo by Grahame Jenkins on Unsplash

Das Foto ist in den Verkaufsportalen das erste, was man vom Auto sieht. Die Fotos sollten also gut aussehen.

Licht

Die meisten modernen Smartphones bieten heute eine Kamerafunktion mit hoher Auflösung. Wichtig ist, dass die Bilder nicht verwackelt sind und man nicht gegen die Sonne fotografiert.

Das beste Licht, um draußen zu fotografieren hat man nach Sonnenaufgang oder vor Sonnenuntergang. Alternativ an einem bewölkten Tag. Intensive Sonnenstrahlen sorgen für Überbelichtung und starke Relfexionen.

Perspektive

Das erste Foto sollte von schräg vorn, aufgenommen werden. So erkennt man auf dem ersten Bild sowohl Front und Seitenprofil des Autos. Nehmen Sie das Foto im Stehen auf Augenhöhe auf, da der Betrachter so eine realistische Perspektive bekommt.

Für die Fotos von Außen geht man einmal um das Fahrzeug herum um folgende Ansichten zu fotografieren:

  1. Schräg vorne, rechte Fahrzeugseite vom Betrachter aus gesehen
  2. Seitenansicht
  3. Heckansicht von schräg links
  4. Heckansicht gerade
  5. Heckansicht von schräg rechts
  6. Seitenansicht
  7. Schräg vorne links
  8. Frontalansicht

Je nach Fahrzeug empfiehlt es sich, besondere Feautures extra zu fotografieren. Beispiele: Sonderfelgen, Heckspoiler, Auspuffanlage usw.

Im Innenraum fotografiert man je nach Modell ebenfalls nach besonderen Ausstattungsmerkmalen. Diese Standardaufnahmen sollten aber immer enthalten sein:

  • der Armaturenbereich über die gesamte Fahrzeugbreite
  • Tachometer inkl. Bordcomputer und aktuellem Kilometerstand
  • Mittelkonsole
  • Sitze bzw. Sitzreihe vorn und hinten
  • Kofferraum

3. vollständiges Inserat

Wenn die Aufnahmen im Kasten sind, kann mit der Inserierung des Fahrzeugs bei der Fahrzeugbörse Ihrer Wahl begonnen werden.

Achten Sie darauf, alle Angaben richig und vollständig anzugeben und das Auto so gut wie möglich zu beschreiben. Inserate ohne Text sind ein No-Go.

Der Text sollte nach folgendem Grundmuster aufgebaut sein:

  1. Kurzbeschreibung des Fahrzeugs
  2. Ausstattung in Stichpunkten*
  3. Angaben zum Verkaufsablauf (gewünschte Art der Kontaktaufnahme, Probefahrt-Vereinbarung usw.)
  4. Hinweis, dass es sich um einen Privatverkauf handelt

*Tipp: Auflistung der Ausstattung in Kategorien unterteilen (z.B. Media, Komfort, Sicherheit, Sonderausstattung..)

4. den richtigen Preis ermitteln

Dein Auto sollte dem Alter und Zustand entsprechend angeboten werden. Um einen angemessenen Preis zu finden, ist es am einfachsten, die Eckdaten seines Fahrzeugs in die Suche bei mobile.de / autoscout24 einzugeben und sich den Preis für vergleichbare Fahrzeuge anzeigen zu lassen.

Bei Umbauten, Tuning oder sonstigen Individualisierungen ist der Preis natürlich dementsprechend zu korrigieren.

Emotionen und die subjektive Meinung zum Wert des eigenen Fahrzeugs sollten bei der Preisfindung vermieden werden.

5. Verkaufsprozess

Ist man alle vorherigen Punkte durchgegangen, kann das Inserat veröffentlicht werden. Jetzt heißt es abwarten – je nach Fahrzeug kann es Tage, Wochen oder gar Monate dauern, bis sich ein Käufer findet.

Es bietet sich an, den Preis schrittweise zu senken, wenn das Interesse gering ist. Falls sich das Auto auch nach Monaten noch nicht verkauft hat, ist es sinnvoll, dass Inserat zu löschen und nach kurzer Zeit wieder neu einzustellen. Vorteil: Neue Inserate werden als “NEU” markiert und in den ersten Tagen am häufigsten angeklickt. Danach lässt die Anzahl der Klicks pro Tag sehr stark nach.

Zeigt jemand Interesse und Sie vereinbaren eine Probefahrt, sollten Sie folgende Dinge beachten:

  • Lassen Sie sich Führerschein und Personalausweis zeigen und machen Sie bei Bedarf eine Kopie
  • da Sie den Interessenten in der Regel nicht kennen, sollten Sie bei der Probefahrt mitfahren

Einigt man sich nach der Probefahrt, gilt es, den Verkauf perfekt zu machen. Ein Kaufvertrag hält alle wichtigen Details und zusätzliche Vereinbarungen fest. Im Internet findet man viele kostenlose Vordrücke für den privaten Kaufvertrag.

Um die Ab- oder Ummeldung des Fahrzeugs kümmert sich der Käufer in der Regel selbst.

 

 

 

KOMMENTARE

WORDPRESS: 0
DISQUS: 0