2019 Ford Fiesta 1.0 EcoBoost “ST-LINE” – sportliches Design trifft sparsame Technik

2019 Ford Fiesta 1.0 EcoBoost “ST-LINE” – sportliches Design trifft sparsame Technik

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Der Ford Fiesta wird seit 1976 gebaut und ist neben dem VW Polo, Opel Corsa und Skoda Fabia einer der populärsten Kleinwagen in Deutschland. In diesem Beitrag stelle ich das aktuelle Model mit 1.0 EcoBoost Benzin-Motor in der Ausstattungsvariante “ST-LINE” vor.

Sportlich-agile Optik

In Sachen Design hat sich im Vergleich zum Vorgänger nur wenig geändert, wie so oft ist auch der neue Fiesta größer als sein Vorgänger.

Der neue Fiesta: breiter & sportlicher als sein Vorgänger

 

Die markanteste Veränderung sind die neuen Heckleuchten die nicht mehr vertikal neben der Heckscheibe verlaufen sondern unterhalb und horizontal. Zudem hat das Heck in der ST-Line Ausstattung eine Diffusor-Attrappe, optional kann noch ein großer Heck-Spoiler gewäht werden um die sportliche Optik zu verstärken.

 

Vorne hat sich nur wenig verändert, vom Grunddesign ist sich Ford hier treu geblieben für mich wirkt der neue Fiesta etwas breiter als sein Vorgänger und mit markanteren Linien.

Die Front zeichnet sich durch den markanten schwarzen Kühlergrill aus, der beim ST und ST-Line in schwarz gehalten ist und ein besonderen Wabendesign hat.
Durch die Größe und Form wirkt der Fiesta deutlich aggressiver und sportlicher als der Vorgänger, die Front ist optisch leicht mit dem Focus RS zu vergleichen..

Beim Seitenprofil fallen sofort die bei diesem Auto sehr groß wirkenden 17 Zoll Leichtmetallräder auf, die hier in grau gehalten sind und den Fiesta überhaupt erst richtig sportlich wirken lassen, auch die markante Linie, die sich von den Rückleuchten nach vorne zieht erzeugen einen athletischen und dynamischen Eindruck.

17″ Leichtmetallräder und markante Linien prägen das dynamische Seitenprofil der ST-Line

 

qualitativ hochwertiges Interieur

Der Innenraum ist Ford extrem gut gelungen, wertig und auf das Wesentliche reduziert.
Vor allem die Gestaltung der Mittelkonsole mit einem großen 8 Zoll Touchdisplay und nur wenigen Bedienelementen wirkt modern und aufgeräumt. Beim Vorgänger hatte man eine Vielzahl an Schaltern die auch noch schräg angeordnet waren, hier hingegen ist das meiste zeitgemäß über Touchdisplay und Sprachsteuerung bedienbar.

Zeitgemäßes Infotainmentsystem mit 8″ Touch-Display und Ford SYNC3

Der Bordcomputer ist ebenfalls größer geworden und lässt sich bequem über das Multifunktionslenkrad bedienen, alle wichtigen Einstellungen sind einfach und schnell auch während der Fahrt möglich.
Was die ST-Line im Interieur von anderen Modellen unterscheidet ist besonders das abgeflachte Sportlenkrad und die Sportsitze – charakteristisch für die ST-Line sind die roten Ziernähte, die sowohl am Lenkrad, den Polstern, Schaltung und Handbremse zu finden sind (warum nicht auch bei der Mittelarmlehne?) – des Weiteren sorgen Carbon-Look Applikationen im Armaturenbrett für einen dezent sportlichen Eindruck sowie die unübersehbare Einstiegsleiste mit der Aufschrift „ST-LINE“.

Kommen wir zu technischen Aspekten, dieses Modell ist mit dem Ford SYNC 3 System mit AppLink, 8 Zoll Touchscreen und B&O Soundsystem ausgestattet, was etwa 500€ Aufpreis kostet.

DAB Radio wäre auch noch optional und natürlich ein Navigationssystem, in der all umfassenden Variante kostet das Infotainmentsystem somit 1.150 Euro Aufpreis.

Für mich ist DAB nicht erforderlich und auch kein Navi, da ich wenig Radio höre und mehr eigene Lieder über Spotify. Auch ein fest installiertes Navi ist für mich nicht wichtig, da SYNC 3 kompatibel ist mit ANDROID AUTO und APPLE CAR PLAY und man darüber Navigation nutzen kann und auch verschiedene weitere Apps.
Vorausgesetzt ist dabei natürlich immer, dass man Netz hat und das Datenvolumen reicht, das sollte man vorher berücksichtigen wenn man NAVI als besonders wichtig erachtet.

Obwohl das SYNC von Ford schon von Haus aus der gut ist benutze ich fast ausschließlich Android Auto, da dieses den Vorteil bietet, dass man WhatsApp nutzen kann im Auto indem man sich Nachrichten vorlesen lassen kann und per Sprachsteuerung darauf direkt antworten kann ohne die Hände vom Steuer zu nehmen und den Blick von der Straße wegzulenken.

Zudem kann ich verschiedene Audio-Apps nutzen wie beispielsweise Spotify, Podcasts, Audible.
Nachteil ist, dass Android Auto manchmal Minuten braucht um richtig zu laden, je nach Netz und Leistung des Smartphones ist das verschieden, das System ist also noch nicht perfekt und man sollte mit Störungen auch rechnen, kann aber jederzeit zu SYNC zurückkehren.

Insgesamt ist für mich das SYNC System in Sachen Funktion und Bedienbarkeit hervorragend und in Verbindung mit dem großen Touchdisplay ein Kaufargument, wenn man mit der Zeit geht und ein vernetztes Auto mit modernem Infotainmentsystem fahren möchte.

HOME Menü AndroidAuto: Spotify, Navigation, Wetter & Whatsapp werden hier gleichzeitig angezeigt

Weitere hervorragende Features hier im Innenraum: elektrische Fensterheber mit One-Touch-funktion, die Sonnenbrillenfach im Dachhimmel und das geräumige Staufach in der Mittelkonsole mit USB Anschluss, der Fiesta hat zudem einen 2 USB Anschluss über dem Schaltknauf und eine 12V Steckdose.

Praktisch sind zudem 2 Getränkehalter, die Ablage für den Schlüssel (Keyless Go) und ein Detail was mir besonders gut gefällt ist dieses kleine Kartenfach in der Mittelkonsole, mit der man schnell die Parkkarte griffbereit hat.
Weniger punkten kann der Fiesta natürlich im Fond, hier ist der Platz und vor allem die Beinfreiheit eher begrenzt, der Fiesta ist eben immer noch ein Kleinwagen und keine Reiselimousine.

Das Kofferraumvolumen ist mit 292 Litern kleiner als beim Vorgänger, das Gute ist aber, dass man die Rückbank umklappen kann und dadurch auch größere Einkäufe wie z.B. einen Flachbild-Fernseher problemlos hinten rein bekommt.

Unter 300 Liter Volumen: viel passt in den Kofferraum nicht mehr

 

Fahrspaß trotz Downsizing

Bei der Probefahrt überrascht der kleine 1.0 EcoBoost Motor durch Laufruhe und wenig Geräuscherzeugung – lediglich in niedrigen Drehzahlbereichen fängt er an zu brummen. Unter 2000 Umdrehungen kommt bei dem kleinen Motor ohnehin nicht viel, erst in höheren Drehzahlen entfalten sich die 100 PS und 170 NM Drehmoment.

Das Getriebe ist ein 6-Gang-Schaltgetriebe, welches sehr gut abgestimmt ist und vor allem bei höheren Geschwindigkeiten auf der Autobahn ein enormer Fortschritt im Vergleich zu einem kurz übersetzten 5-Gang-Getriebe darstellt. Im neuen Fiesta sind auch hohe Autobahngeschwindigkeiten zwischen 140 und 160 km/h komfortabel zu fahren.

Für gute Fahrwerke ist Ford seit längeren bekannt, da macht auch der neue Fiesta keine Ausnahme: Das Fahrwerk fühlt sich straff und dennoch komfortabel an, das Kurvenverhalten ist ausgesprochen gut.

Für sportliches Feeling sorgen das abgeflachte Sportlenkrad und die Sportsitze, wirklich spritzig kann man jedoch mit 100 PS nicht fahren, über 10 Sekunden auf 100 ist kein sportlicher Wert.

Fazit

Der neue Ford Fiesta bietet als 1.0 EcoBoost Benziner mit 100 PS den besten Kompromiss für den Alltag aus Leistung und Verbrauch. In der ST-Line Variante bietet der Fiesta ein sportliches Fahrgefühl und eine knackige, dynamische Optik.

Da der Fiesta neu als ST-Line bereits ab 18.000 € angeboten wird kann man bei diesem Fahrzeug von einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis sprechen. Generell bietet Ford eine Menge Auto für’s Geld und ist mittlerweile sowohl qualitativ, optisch und technisch auf einem hohen Niveau angekommen.

Mein Video zum Beitrag:

 

Weitere Info’s:

Ford Konfigurator: https://bit.ly/2UYhkLf

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4.7
Gesamtpunktzahl
Komfort: 6
Qualität: 7
praktischer Nutzen: 4
Verbrauch: 7
Ausstattung: 7
Design : 5
Beschleunigung: 2
Sound: 1
Fahrspaß: 5
Eye-Catcher: 3
Der Fiesta ist ein ideales Fahrzeug für den Alltag. Besonders in Sachen Qualität, Verbrauch und Ausstattung kann Ford überzeugen. Ein Fahrzeug für Enthusiasten ist der Fiesta höchstens als ST mit 200 PS.

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