2017 Ford Mustang EcoBoost – Alternative zum V8 oder Langweiler?

2017 Ford Mustang EcoBoost – Alternative zum V8 oder Langweiler?

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Vor kurzem kam ich zu dem Vergnügen, den aktuellen Ford Mustang 2.3 EcoBoost Probe zu fahren. EcoBoost? Ein Ami mit Turboaufladung und Vierzylinder? Das geht gar nicht, denkt sich so mancher Enthusiast und Fan des altehrwürdigen V8. Schließlich assoziiert man mit einem amerikanischen Pony- bzw. Muscle-Car einiges aber ganz sicher keinen Vierzylinder mit Turbolader.

Zahlen und Fakten

Der besagte Motor mit 2.3 Litern Hubraum und Turbo leistet angemessene 317 PS, dasselbe Aggregat kommt auch im Focus RS zum Einsatz.

Von 0 auf 100 km/h braucht die zwangsbeatmete US-Ikone zwischen 5,5 – 6 Sekunden, der Normverbrauch wird mit 9,9 Litern auf 100 Kilometer angegeben.

Im Vergleich zum “großen Bruder” verbraucht der EcoBoost damit rund 2 Liter weniger, beschleunigt aber auch langsamer. Die 5.0-Liter-V8 Version der aktuellen Generation des Ford Mustang schafft den Sprint von 0 auf 100 km/h in gerade einmal 4,5 Sekunden.

Bei Tempo 233 endet der Vorwärtsdrang des Turbo-Mustangs, der V8 kommt hingegen auf elektronisch abgeriegelte 250 km/h.

Optisch nur im Detail zu unterscheiden

Von außen und innen sind 2.3 EcoBoost und V8 GT nahezu identisch, an kleinen Details ist der Unterschied für Kenner aber an einem kurzen Blick auszumachen.

Den V8 GT ziert an den Kotflügeln eine verchromte “5.0”, die Aufschluss auf den Hubraum gibt. Außerdem ist in der Mitte des Hecks beim V8 ein rundes Emblem mit der Aufschrift “GT” angebracht. Der EcoBoost ist dagegen daran zu erkennen, dass der 5-Liter-Schriftzug fehlt und am Heck statt der Bezeichung GT ein Mustang-Pferd im runden Emblem eingefasst ist.

Das Interior zeigt sich ebenfalls unabhängig von der Motorvariante.

 

Sound? – eine Beleidung für die Ohren

Sobald man in den Mustang einsteigt, sein Schlüssel in der Tasche oder in der Mittelkonsole untergebracht hat, kann es losgehen. Über den Startknopf wird der Mustang “gezündet”. Doch statt des tiefen, grummelnden und hoch emotionalen V8 Klangs ertönt nur ein ermüdendes, undefinierbares und kraftloses Dröhnen.

Auch bei Fahrt unter Volllast kommt keine wirklich sportliche und Mustang würdige Klangkulisse auf, der EcoBoost ist an dieser Stelle einfach nur eines: eine Beleidigung für die Ohren.

 

Dynamisch und agil

Vom Fahren ist der EcoBoost einwandfrei, ohne Turboloch spurtet der Mustang beim Tritt auf’s Gas munter nach vorn und es macht definitiv Spaß, dieses Auto auch in der “abgespeckten” Version zu bewegen.

Das Fahrverhalten in Kurven ist dank eines neuen Fahrwerks und dem Wegfall der Starrachse hinten wesentlich besser als beim Vorgänger, dennoch ist ein Ford Mustang für meine Begriffe kein echter Sportwagen.

Der Mustang ist mehr ein Gran Tourismo, sprich ein relativ komfortabler und angenehmer Sportwagen, der alltags- als auch langstreckentauglich ist.

Als V8 ist der 2017 Ford Mustang als Mucle oder Pony-Car einzuordnen.

Fazit

Der Mustang EcoBoost kann eine echte Alternative sein, wenn man keinen Wert auf Sound legt und sich nicht für den Stilbruch schämt.

In einen Ford Mustang gehört meiner Meinung nach auch in 2017 nur ein Motor, nämlich der 5.0-Liter Coyote V8!

 

Links:

6.2
Gesamtpunktzahl
Design: 7
Sound: 3
Beschleunigung: 7
Handling: 6
Image: 8

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